Fröndenberg Frömern

Die Ladegast-Orgel in Frömern stellt ein wichtiges Zeugnis für die Orgelbaukunst des letzten Viertels des 19. Jahrhunderts dar. Es ist eines der wenigen Instrumente, die in Westfalen aus dieser Zeit erhalten sind. Vergleichbar ist nur das komplett erhaltene Ladegast-Instrument in St. Jakobus Ennigerloh, das ursprünglich für die Ev. Kirche in Neuengeseke erbaut wurde. Es besitzt sogar noch seine originalen Prospektpfeifen. Im Vergleich dazu steht das etwas kleinere Frömerner Instrument an seinem originalen Standort. Die Prospektpfeifen aus Zink, die vermutlich in den 1920 Jahren durch den Orgelbauer Paul Faust ersetzt wurden, sind sehr präzise Repliken der Originalpfeifen und klingen gut.

Die Ladegast-Orgel der Johannes-Kirche in Frömern ist damit außerdem ein einzigartiges Klangdokument, das es für die nächsten Generationen zu pflegen und zu erhalten gilt.

Disposition des Instrumentes

I. Hauptwerk (C-f3)  
01. Bordun 16’
02. Principal 8’ C-f°: Prospekt, Zink
03. Gambe 8’ C-B: Prospekt, Zink
04. Rohrflöte 8’
05. Principal 4’
06. Flaut minor 4’
07. Nassard 2 2/3’  
08. Octave 2’  
09. Mixtur 2-4fach 2’ Im Diskant nur 3fach
   
Calcantenklingel  
Manualcoppel  
Oberwerk (C-f3) Schwellbar durch Einhaktritt
10. Gedackt 8’ Metall
11. Flaut travers 8’ Holz, C-H gedackt, c°-e1 offen, ab f1 überblasend, doppelte Länge
12. Viola d’amour 8’ Metall, C-Gs gedackt
13. Flauto dolce 4’ Metall, gedackt
Pedal (C-d1)  
14. Violon 16’ Holz
15. Subbass 16’
16. Oktavbass 8’ Holz
17. Bassflöte 8’ Holz, gedackt
Koppel I/P  
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