Orgel für die neue Hoffnungskirche Leverkusen – Rheindorf

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Sind Orgelneubauten in der heutigen Zeit selten geworden, so sind Kirchenneubauten schon fast exotisch zu nennen. Die Ev.Kirchengemeinde Leverkusen – Rheindorf hatte das Glück, dass das Grundstück auf der ihre als Übergangslösung gebaute Paul-Gerhardt-Kirche stand, einen Käufer fand.

So entstanden Pläne für ein neues Gemeindezentrum samt Kirche und allen notwendigen Nebengebäuden. Selbstverständlich wurde bei den ganzen Planungen auch die Anschaffung einer Orgel berücksichtigt. Nur wie sollte sie aussehen, wie groß darf sie sein, wie teuer wird so etwas?

Die zur Diskussion stehenden Sachverhalte lauteten wie folgt:

  • Verkauf der Strutz-Orgel in der Paul-Gerhardt-Kirche.
  • Nutzung des Orgelpositivs der Firma Peter als Übergangslösung in der neuen Kirche und anschließendem Verkauf.
  • Anschaffung einer neuen Orgel ggf. durch Ankauf einer gebrauchten Orgel.
  • Finanzierungsrahmen brutto maximal 60.000,- Euro.

Aus meiner Sicht beinhalteten diese Überlegungen viele ungelöste Fragen.

  • Welcher Preis kann durch den Verkauf der Strutz-Orgel erzielt werden (zwischen 15. – 20.000,- €) ?
  • Findet man einen Liebhaber für das Orgelpositiv, dem dieses Instrument vielleicht 3 – 5.000,- € wert ist?
  • Was kostet die Anschaffung einer geeigneten Orgel und mit wie viel Aufwand muss dieses Instrument an die architektonischen, technischen und auch klanglichen Belange der neuen Kirche angepasst werden?
  • Wie kann bei diesen offenen Fragen der Finanzierungsrahmen eingehalten werden?

In verschiedenen Gesprächen mit der Kantorin Frau Prößdorf, dem Architekten Herrn Zelck sowie Herrn Köpsell als Bauleiter, konnte ich meine Überlegungen darlegen, die folgende Lösung ergab:

  • Die Strutz-Orgel muss nicht verkauft werden.
  • Das Positiv dient als Übergangsinstrument.
  • Es wird keine neue gebrauchte Orgel angeschafft. Aus der vorhandenen Strutz-Orgel werden Teile in einem neuen, der Architektur, der Technik und der Klangmöglichkeiten der neuen Kirche passenden Orgelwerk wiederverwendet.
  • Der Kostenrahmen wird klar definiert.

Folgende Teile wurden wiederverwendet:

  • Pfeifenwerk
  • Pedalklaviatur
  • Orgelbank
  • Gebläsemotor

Folgende Teile mussten neu gefertigt werden:

  • Orgelgehäuse
  • Podium samt Hubwagen
  • Windlade für die beiden Manualwerke
  • Windlade für das Pedal
  • neue Spiel- und Registertraktur
  • Windanlage
  • Montage und Intonation

Die Disposition lautet wie folgt:

Prinzipal 8'(Prospekt) Rohrflöte 8' Gedackt 8'
Oktave (Prinzipal-Prospekt) 4' Koppelflöte 4' Nasard 2 2/3'
Prinzipal 2' Waldflöte 2' Terz 1 3/5'
Mixtur 3-4 fach Dulcian 8'  

Alle Register stehen auf Wechselschleife und sind somit im I. und II. Manual spielbar.

Pedal Subbass 16' mit Oktavkoppel.

Koppeln:

I. – Ped. II. – Ped. II. – I. Sub II. – I. Sup.Ped.

Die Orgel steht auf einem fahrbaren Podest und kann mit Hilfe zweier Hublifte verschoben werden.

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