St. Martin Mayen / Alzheim

Planung und Konzeption für diese neue Orgel zielten darauf ab, dass ein Werk mit zwei Manualen und Pedal entstehen soll. Die vorhandene Prospektfassade wurde übernommen, jedoch mit neuen, hochglänzenden Zinnpfeifen gestaltet.

Ein Novum bei einer Orgel dieser Größe ist der Einbau der Schwellwerkstüren. Bis auf das Register Prinzipal 8', dies ist sichtbar im Prospekt, stehen alle übrigen Register hinter den Jalousien. Durch das Öffnen und Schließen lassen sich dynamische Klangabstufungen erzielen.

Aus technischer Sicht handelt es sich bei diesem Instrument um eine Windlade für zwei Manuale. Das heißt, dass alle Register bis auf Prinzipal 8' und die Mixtur entweder im I. oder II. Manual gespielt werden können. Über die Stellung der Registerzüge am Spieltisch lassen sich die Zuordnungen vorbestimmen. Hierdurch ergeben sich, ohne dass die Anzahl der Register erhöht werden musste, vielfältige Kombinationsmöglichkeiten.

Bezüglich der Spieltrakturen, also der mechanischen Verbindung von den Tasten zu den einzelnen Ventilen, besteht jedoch kein Unterschied zu einer "normalen" zweimanualigen Orgel.

Entscheidender Parameter zur Vorbestimmung des zu erzielenden Klangergebnisses ist die Bauform und Mensur eines Registers. Durch die Übernahme der Pfeifen aus einer Walker-Orgel aus England wurde diese klangliche Basis geschaffen. Ergänzungen dieses Pfeifenwerks, wie auch die neuen Prospektpfeifen stammen aus unserer Werkstatt.

Insgesamt verfügt die neue Orgel in St. Martin über 862 Pfeifen. Davon sind 634 aus Metall und 228 aus Holz.

Disposition:

Hauptwerk Nebenwerk (Schnellwerk) Pedal
Prinzipal 8'   Subbass 16'
Flöte 8' Flöte 8' Oktavbass 8'
Dulciana 8' Dulciana 8' Gedacktbass 8'
Holzgedackt 8' Holzgedackt 8'  
Prinzipal 4' Prinzipal 4'  
Holzflöte 4' Holzflöte 4'  
Nasard 2 2/3' Nasard 2 2/3'  
Prinzipal 2' Prinzipal 2'  
Terz 1 3/5' Terz 1 3/5'  
Mixtur 3 - 4 fach    
Trompete 8' Trompete 8'  
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